„Motorwelt“

ADAC-Auftrag brachte der Post 50 Millionen Euro pro Jahr

Der ADAC will seine Zeitschrift „Motorwelt“ bald nicht mehr an Mitglieder verschicken. Ein Grund für diese Entscheidung: Den Verantwortlichen waren die Portokosten zu hoch.
Quelle: Patrick Schuch für WirtschaftsWoche

Der ADAC verschickt die Zeitschrift „Motorwelt“ auch deshalb in Zukunft nicht mehr an seine Mitglieder, weil den Verantwortlichen die Portokosten zu hoch waren. Das verlautete aus dem Umfeld des Verkehrsclubs. Nach Insiderinformationen kassiert die Deutsche Post allein für den Versand der mehr als 13 Millionen Zeitschriften bislang rund 50 Millionen Euro pro Jahr.

Ursprünglich hatte der ADAC demnach versucht, den Preis für den Großauftrag neu zu verhandeln. Allerdings soll die Deutsche Post das Ansinnen abgelehnt und sogar eine Portoerhöhung angekündigt haben. „Auch die Preisgestaltung des Monopolisten treibt uns mit aller Kraft in die Digitalisierung“, sagt ein ADAC-Manager.

Die Deutsche Post teilte auf Anfrage mit, sie bedauere die Entscheidung eines ihrer „größeren Kunden im Bereich der sogenannten Pressepost“. Weil dieses Segment nicht preisreguliert sei, könne sie Kunden Rabatte einräumen.

Die „Motorwelt“ soll ab 2020 nur noch vier Mal pro Jahr erscheinen, wie die WirtschaftsWoche am Dienstag berichtete. Mitglieder müssen sich die Zeitschrift dann bei einer Geschäftsstelle oder Partnern wie Tankstellen selbst abholen.

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